gustaf fan der felde

Viele großen Erfinder können sich nicht rühmen, der Erste zu sein, der seine Entdeckung gemacht hatte. Manchmal gab es Menschen, die bereits die Erfindung vorher machten, die aber nicht gewitzt genug waren, um sie gleich in die Welt hinauszuposaunen.

Zum Beispiel erfand bereits Philipp Reis fünfzehn Jahre vor Graham Bell das Telefon und Joseph Nièpce soll vor Daguerre die Fotografie erfunden haben. Hans Lipperhey erfand vor Jacob Adrianszon und Zacharias Janssen das Fernrohr und Buluk erfand vor Kobok das Rad.

Und der Buchdruck? Niemand will etwas von Gustav van der Velde wissen: Alle jubeln Johannes Gensfleisch von Sorgenloch, genannt Johann Gutenberg zu. Dabei war es Gustav van der Velde, der die bahnbrechende Erfindung machte. Er war leider nur am falschen Ort und zur falschen Zeit und hatte zu wenig Geld.

Gustav wohnte nämlich im kleinen Städtchen Aachen, das sich damals in irgendeinem Krieg hinter seine Stadtmauern verschanzte. Irgendein Heer belagerte die Stadt. Waren es die Schweden oder die Böhmer oder die Franzosen? Und kämpften sie gegen die Pfälzer, die Sachsen oder die Friesen? Niemand wusste es genau.

Gustav hatte ein kleines Zimmerchen im Türmchen an der Stadtmauer und konnte vom Fenster aus genau auf die Belagerung hinabblicken.

Er machte sich Sorgen. Nicht um die Belagerung, sondern um sein Fenster, weil es bald Winter wurde und er brauchte dieses Fenster noch. Er wollte nicht, dass es ihm jemand kaputt schoss. Also machte er sein Fenster auf und eine Kanonenkugel flog in sein Zimmer hinein.

Er hatte sein Fenster geöffnet, damit niemand es kaputt schießen konnte, und der Franzose oder Böhme schoss hinein, weil das Fenster offen stand. So fing alles an.

Gustav van der Velde hatte soeben aus der Apfelsaftpresse seines Großvaters den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden, aber er steckte noch mitten in der Entwicklung. Es war nicht leicht, Lettern herzustellen, denn zuerst musste er die Buchstaben aus kleinen Klötzchen Holz schnitzen. Die Buchstaben mussten spiegelverkehrt sein, damit der Druck richtig herum gelesen werden konnte.

Die geschnitzten Klötzchen steckte Gustav mit Kerzenwachs beschmiert in ein Gipsbett und wartete, bis der Gips ausgehärtet war. Mit heißem Wasser konnte er die Wachsschicht aufschmelzen und so die Holzklötzchen sauber herausziehen. Nun hatte er die Gießform für seine Lettern und konnte daraus so viele Bleiabgüsse machen, wie er brauchte.

In die Holzschachtel, in der normalerweise die Äpfel gepresst wurden, steckte er die Lettern verkehrt herum hinein, so dass die Buchstaben nach oben blickten. Er musste dabei immer spiegelverkehrt denken, damit der Druck richtig herum lesbar war.

Er war so aufgeregt. Die Kanonenkugel kam ihm gerade recht. Endlich konnte er aus dem Blei sein Werk beginnen. Er wollte die erste Tageszeitung der Welt drucken. Auch diese war zu seiner Zeit noch nicht erfunden. Gustav wollte nicht warten. Durch die Kugel hatte er endlich genug Blei zur Verfügung, um die Lettern gießen zu können, doch seine Lettern waren noch nicht alle geschnitzt. Ihm fehlte noch eine ganze Menge.

Zum Schnitzen hatte er aber keine Zeit und keine Lust mehr, und der Gips war ihm ausgegangen. Gips war in diesen Tagen recht schwer zu bekommen, vor allem, weil gerade irgendwelche Schweden oder Franzmänner die Stadt belagerten und die Handelswege abschnitten.

Gustav schmolz die Kanonenkugel ein und goss daraus die ersten Lettern. Doch bald merkte er, dass er sehr viele unterschiedliche Buchstaben schnitzen musste. 26 Buchstaben im Alphabet, dazu die Groß und Kleinschreibung, die vielen Umlaute, Zahlen, Satzzeichen. Es waren schon fast 70 Lettern.

So überlegte er sich, wie er sich Buchstaben einsparen könnte, und er kam zuerst auf die Idee, die Groß- und Kleinschreibung aufzugeben. nur noch kleingedruckte zeichen wollte er verwenden.

auch die satzzeichen punkt und komma hatte er noch nicht geschnitzt und ließ sie weg  und für die umlaute ö  ä  und ü konnte er auch oe  e  und i verwenden

doch dies half ihm nicht viel weiter  denn es waren immer noch zu viele unterschiedliche zeichen  die ihm noch fehlten  deshalb beschloss er  selten verwendete zeichen mit solchen zu ersetzen  die er sowieso heufig benoetigte

zunechst eliminierte er das z und ersetzte es durch die buchstaben ts  auch das x wurde zu ks  das y konnte er auch als i schreiben  genauso erging es dem j  q konnte er ietzt als ku schreiben  das c kam nur noch in ch und sch vor  auf diese weise mertste er tsahlreiche verschiedene buchstaben aus und brauchte keine tsusettslichen rohlinge zu schnittsen 

doch er merkte  dass er noch weiter kirtsen musste  das v und das ph wurden tsum f  und er begann  dehnungen ah  ie  oh und so weiter austsulassen und dafir einfache buchstaben tsu ferwenden  auch alle doppellaute mm  nn  tt  ss und ll lies er weg  ß wurde tsu einem einfachen s  und aus dem ck wurde ein einfaches k  es gab kein dt mer und er fertsichtete auf silben  di er durch tsalen ersetsen konte  wi 8  10  4  1 und 9 für acht   tsen  fir  ein und neun

warum eu nicht oi geschriben wurde und ei nicht ai  konnte er nicht fersten  deshalb enderte er dise schraibwaise

gustav war ser stolts auf s1en ersten erfolg  er schaute durch das fenster  um s1en ersten artikel tsu schraiben  s1e erste tagestsaitung solte 1en echten kniler als aufmachung haben  und grose be8ung finden  er war fro  das er gants aktuel fon der belagerung der stat berichten konte  di er direkt aus s1em fenster aus beob8ete 

leter 4 leter setste er in di holtskiste 1 und beraitete damit s1en ersten druksats for  um mit drukerschwertse bestrichen das erste blat ausdruken tsu koenen 

gustaf hate es endlich geschaft  am ende s1es satses legte er di letste tseile 1  getsaichnet gustaf fan der felde  mit 1er geschwertsten gumiwaltse strich er di letern s1er ersten tsaitungssaite 1  legte 1 blat papir drauf und schraubte di prese hinab  di fon s1er apfelsaftprese her stamte  es funktionirte ales wunderbar 

als er das erste blat in henden hilt  konte er sich 1en iauchtser nicht unterdriken  sofort drukte er noch 1 blat aus und 1 waiteres  bis er tswantsig stik in henden hilt  und dan imer mer  so lange  bis er k1 papir mer hate  es war so schoen  er lif auf di strase und rif das noiste fom tage das noiste fom tage  boemer schisen kanonenkugel ins tsimer der tsaitungsredaktion

er rif  di buchdrukerei ist sait hoite erfunden und di erste tagestsaitung der welt auch

di loite lifen herbai und kauften sich 1 eksemplar  doch si schauten gustaf ferwundert an  dreten das blat hin und her und konten nicht fersten  was da geschriben stand 

entoischt gingen si wider weg und gustaf konte s1e tsaitung nicht ferkaufen  so kam es  das di erste tsaitung der welt glaichtsaitig auch tsum ersten mal da4 ferwendet wurde  um fisch auf dem markt 1tsuwikeln 

gustaf hate laider k1en erfolg mit s1er tsaitung  auch mit den eksemplaren des nechsten tages wurde fisch 1gewikelt 

er hate k1 geld mer ibrig um sich noies papir tsu kaufen und so ferwendete er s1e buchdrukerei wider als apfelsaftprese und gerit als erfinder foelig in fergesenhait 

doch trots alem dirfen wir im 1e grose ferblaibende erfindung tsugesten  er ist der erfinder des fisch1wikelpapirs und noch 1 waiteres komt hintsu

1es tages wird s1e schraibwaise im schuluntericht gelert werden und er wird s1en plats 1nemen als der grose wegberaiter der noiesten doitschen rechtschraibung